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Schlagabtausch vor dem Spitzenspiel
29.01.2010 / Saarbrücker Zeitung
Kategorie: HSG Völklingen
 
 
 
Inhalt:

Schlagabtausch vor dem Spitzenspiel

Handball-Saarlandliga: HSG Völklingen trifft auf HSG DJK Nordsaar – Doppelinterview mit den beiden Trainern

Völklingen. Am Sonntag um 18 Uhr empfängt die HSG Völklingen, der aktuelle Tabellenführer der Handball-Saarlandliga, den direkten Verfolger HSG DJK Nordsaar (Hermann-Neuberger-Halle). SZ-Mitarbeiter Andreas Maldener hat vor dem Spitzenspiel mit den Trainern Marek Kordowiecki und Manfred Wegmann gesprochen.

Herr Kordowiecki, Herr Wegmann, Erster gegen Zweiter – ist das schon ein Endspiel um den Titel in der Saarlandliga?

Marek Kordowiecki: Das Spiel gegen die HSG Nordsaar spielt für uns sicherlich eine große Rolle. Aber wir haben auch noch ein schweres Programm vor uns, wir müssen noch gegen Dillingen/Diefflen und den TBS Saarbrücken spielen. Ich denke eher, dass die Entscheidung in drei bis vier Wochen fallen wird.

Manfred Wegmann: Ich würde nicht sagen, dass es am Sonntag schon ein Endspiel ist, aber eine Art Vorentscheidung kann es unter Umständen geben.

Wie schätzen Sie Ihren Gegenüber auf der Trainerbank ein?

Kordowiecki: Manfred Wegmann ist ein sehr guter Trainer, einer der besten in der Liga. Er hat vor allem im taktischen Bereich sehr viel drauf. Er ist aber eher ein ruhiger Typ, der versucht, aus seinen Spielern das Beste herauszukriegen.

Wegmann: Marek ist ein erfahrener und kompetenter Mann, der auch schon in höheren Klassen gespielt hat. Er wird seine Erfahrungen, die er als Spieler gemacht hat, sicherlich in das Spiel seiner Mannschaft mit einbringen. Seinen Charakter kann ich nur schwer einschätzen, aber auf der Trainerbank ist er schon impulsiv.

Wo sehen Sie die Stärken des Gegners – und wo seine verwundbaren Stellen?

Kordowiecki: Die HSG ist eine sehr starke und kämpferische Mannschaft. Das hat man schon im Hinspiel gesehen, als wir kurz vor Schluss schon mit fünf Toren geführt haben. Trotzdem haben die nicht aufgegeben und immer weiter gekämpft. Zum Glück haben wir dann am Ende noch mit einem Tor gewonnen. Sie haben sicherlich ein paar gute Einzelspieler wie Krzysztof Wroblewski, und deshalb denke ich, dass beide Mannschaften auf dem gleichen Niveau sind. Eine Schwäche ist, dass sie vielleicht noch etwas unerfahren ist – und das müssen wir am Sonntag zu unserem Vorteil machen.

Wegmann: Die größte Stärke ist wohl die Erfahrung der Völklinger. Sie haben ein paar Spieler in der Mannschaft, die schon älter sind und auch schon höherklassig gespielt haben. Diese Erfahrung merkt man einfach auch im Spiel, vor allem weil die Völklinger ihre Spielzüge ruhig und konzentriert ausspielen können. Die Schwächen würde ich nicht gerne erwähnen, ich hoffe aber, dass ich die am Sonntag aufdecken kann.

Warum wird Ihr Team am Ende der Saison die Nase vorn haben?

Kordowiecki: Unsere Mannschaft ist klein, aber fein – vor allem die interne Atmosphäre stimmt. Jeder kämpft für den anderen, und natürlich haben auch wir ein paar Handballkönner und sehr erfahrene Spieler. Wenn wir von Verletzungen verschont bleiben, haben wir eine große Chance auf die Meisterschaft.

Wegmann: Ich glaube einfach, dass wir es verdient haben. Das ist jetzt der dritte Anlauf, und wir waren jedes Mal ganz oben mit dabei. So knapp wie in dieser Saison war es aber bisher noch nie. Wenn man unsere Mannschaft sieht, merkt man, dass sie auch gereift ist. Und von daher denke ich, dass wir es schon verdient hätten.

Wie ist Ihr Tipp für das Spiel?

Kordowiecki: Ich tippe lieber nicht. Aber wir haben ein Heimspiel, und ich hoffe vor allem, dass uns unsere Zuschauer entsprechend unterstützen werden. Wenn wir gewinnen, dann aber nur sehr knapp.

Wegmann: Ich denke, dass wir mit zwei oder drei Toren Unterschied gewinnen, weil ich glaube, dass wir jetzt einfach mal dran sind.

Bildunterschrift

Völklingens Trainer Marek Kordowiecki (re.) glaubt, dass in drei bis vier Wochen eine Entscheidung im Titelkampf gefallen ist. Foto: Wieck

Trainer Manfred Wegmann (Dritter von rechts) hält seine HSG DJK Nordsaar für titelreif. Foto: Horst Klos

 
 

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